Tonfa-Jutsu

Seit Anfang 2005 bietet der Breitensportverein Rheinbach (BSV) mit dem Tonfa-Jutsu neben den waffenlosen Kampfkünsten Jiu-Jitsu und Judo auch das Training einer Waffen-Disziplin an.

Beim Tonfa, zu früheren Zeiten auch Tuifa, Tongwa, Tunkuwa oder Tunfa genannt, heute unter anderem oft auch als EMS (Einsatzmehrzweckstock), RMS (Rettungsmehrzweckstock) oder SHB (engl.: Side Handle Buton) bekannt, handelt es sich um eine traditionelle Waffe aus dem Bereich des Kobudo, die im Japan der Feudalzeit, zuerst auf der Insel Okinawa überwiegend von der ländlichen Bevölkerung zur Verteidigung eingesetzt wurde.


 

Ein Tonfa bestand ursprünglich aus einem 2,5cm breiten hölzernen Schaft, der parallel zum Unterarm gehalten wird. Etwa eine Handbreit vom vorderen Ende des Schaftes entfernt, befindet sich ein rechtwinklig montiertes, ca. 10cm langes Griffstück. Frühere Tonfa wiesen eine Länge von ca. 37 – 50cm auf, moderne Tonfa können bis zu 24 Zoll (60,96cm) lang sein.



 

Unsere Tonfa-Gruppe ist der Sektion Tonfa-Jutsu des Bundes Deutscher Jujutsuka (BDJJ) angeschlossen. Inhaltlich orientieren wir uns aus diesem Grund sehr eng an den Ausbildungsrichtlinien und dem Prüfungsprogramm des BDJJ. Zudem fließen jedoch noch weitere Inhalte in das Training ein. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Techniken, wie sie bei (Spezial)einheiten der Polizei Verwendung finden und die sich im Alltag der Sicherheitsdienste bewährt haben.



 

Aus diesem Grund basiert die Handhabung überwiegend auf Techniken und Formen, die aus dem Bereich des Jiu-Jitsu / der Selbstverteidigung stammen. Es finden sich jedoch zudem auch Inhalte aus weiteren Kampfkünsten, unter anderem aus der philippinischen Kampfkunst Modern-Arnis wieder.



 

Das Mindestalter beträgt 15 Jahre! Als Vorbereitung auf das Jiu-Jitsu-Training ist Judo sehr sinnvoll. Dies kann im BSV-Rheinbach schon mit 6 Jahren begonnen werden.