Informatives zum Judo
von Hans Zimmermann


Was erwartet Sie beim Judotraining ?

Spaß – Höflichkeit und Disziplin dem Partner gegenüber sind notwendig. Fitness und körperliche Kondition werden systematisch aufgebaut. Der Fortschritt wird dokumentiert durch Gürtelprüfungen und Erfolge bei Wettkämpfen.

Einen speziellen Judotyp gibt es nicht. Bei der Vielzahl der Judo-Techniken findet jeder die für sich passenden Techniken heraus. Ein gelungener Bewegungsablauf oder ein schöner Wurf erfüllen den Olympiasieger und Weltmeister mit der gleichen Freude wie den Anfänger.

Judowürfe, Haltegriffe, Hebel-und Würgetechniken bilden die Grundlage. Alle gefährlichen und rohen Griffe sind bei dieser Wettkampfsportart verboten, ebenso Schläge und Tritte. Zu den Würfen zählen Fuß- und Beinwürfe ,Hüft- und Armwürfe, sowie Schulter- und Selbstfallwürfe.

Zu einem umfassenden Training gehört: Konditionstraining, Circuit-Training, Förderung der koordinativen Entwicklung, Spiele, Wettkämpfe, grundlegendes Krafttraining, Schulung der Ausdauer und Schnelligkeit, Technikschulung, Entwicklung von Taktik und Strategie im Taining und im Wettkampf, ständiges üben der Fallschule, trainieren des Selbstverteidigungsverhaltens, Fitness, verfeinern biomechanicher Aspekte und Aspekte der Bewegungsstruktur, Technikerwerbstraining und Technikanwendungstraining, Atemschule, Stretching, Rückenschule, Herz-Kreislauftraining, und, und, und, ...



Um eine Kampfkunst zu erlernen, gibt es soviele Gründe, wie es Schüler gibt.

Die gewöhnlichsten sind Selbstschutz, Körperliche Fitness, Kontakte knüpfen, Kampfgeist fördern und genießen, Stress reduzieren und noch Spass dabei haben. Unsere technische Gesellschaft läßt heute immer weniger Möglichkeiten, miteinader umzugehen und körperliche Erfahrungen mit anderen zu sammeln. Nicht alle Sportarten sind dazu geeignet körperliche Kontakte zu ermöglichen oder sogar Berührungsängste abzubauen. Kontaktschwierigkeiten werden nicht verfestigt, sondern aufgelockert.

Spielerisches Kämpfen unter Regeln bietet besonders Kindern die Möglichkeit, geradezu beiläufig Berührungsängste zu beheben. Dabei bedingt Judo gerade im Bodenkampf eine Vielzahl von Körperberührungen, die von den Beteiligten nicht als störend oder unangenehm empfunden werden. Der Bodenkampf provoziert in hohem Maße körperliche Berührung und entspricht dem natürlichen Raufbedürfnis des Kindes.